Beim Einkaufen stehen wir oft vor der Wahl: Discounter oder Supermarkt?
Doch was genau macht einen Discounter eigentlich aus?
Was ist ein Discounter?
Ein Discounter ist ein Einzelhandelsgeschäft, das Waren zu deutlich niedrigeren Preisen als herkömmliche Einzelhändler anbietet.
Der Name leitet sich vom englischen „discount“ (Rabatt) ab.
Das Geschäftsmodell basiert auf dem Prinzip, durch Kosteneffizienz und Produkte günstiger anbieten zu können.
Was sind typische Merkmale von Discountern?
Discounter unterscheiden sich durch bestimmte Charakteristika von anderen Einzelhandelsformaten:
- Hoher Anteil an Eigenmarken statt teurer Markenprodukte
- Einfache Ladengestaltung mit Waren in Kartons oder auf Paletten
- Wenig Personal und Service
Wie unterscheidet sich ein Discounter vom Supermarkt?
Der Hauptunterschied zwischen Supermarkt und Discounter liegt darin, dass Supermärkte eine sehr breite Auswahl an Produkten anbieten.
Es gibt jedoch noch weitere Unterscheidungen.
Preisgestaltung und Sortiment
Der offensichtlichste Unterschied liegt im Preisniveau und der Sortimentsgestaltung:
- Discounter: Fokus auf Grundnahrungsmittel und Artikel des täglichen Bedarfs, tendenziell mehr Eigenmarken
- Supermarkt: breites Sortiment mit vielen Markenartikeln, größere Produktvielfalt, mehr Frischeprodukte und Spezialitäten
Tipp: Nutzen Sie Supermarktangebote und Supermarktprospekte richtig, um Geld zu sparen. Das Gleiche gilt für Supermarkt-Apps.
Einkaufsatmosphäre und Service
Ein weiterer wesentlicher Unterschied betrifft das Einkaufserlebnis:
- Discounter: Funktionale Einrichtung, Waren oft in Kartons oder auf Paletten, wenige Kassen, minimaler Kundenservice
- Supermarkt: ansprechende Warenpräsentation, Bedientheken für Fleisch, Käse oder Backwaren, mehr Personal, zusätzliche Serviceleistungen
Aber: Sowohl im Discounter als auch im Supermarkt lassen sich Last-Minute-Geschenke finden.
Welche Arten von Discountern gibt es?
Nicht alle Discounter folgen demselben Konzept.
Was sind Hard-Discounter?
Hard-Discounter (z.b. Aldi Nord) verfolgen das ursprüngliche Discounter-Konzept in seiner reinsten Form:
- Extrem begrenztes Sortiment
- Sehr hoher Eigenmarkenanteil
- Minimalistisches Ladenkonzept mit Waren in Kartons
Was sind Soft-Discounter?
Soft-Discounter (z.b. Lidl) erweitern das klassische Discounter-Konzept um zusätzliche Elemente:
- Größeres Sortiment
- Mehr Markenartikel neben Eigenmarken
- Ansprechendere Ladengestaltung
- Teilweise Frischetheken oder Backshops
| Handelsformat | Typisches Sortiment |
|---|---|
| Hard-Discounter | ca. 900–1.600 Artikel |
| Soft-Discounter | ca. 2.000–4.000 Artikel |
| Große Supermärkte | bis ca. 25.000 Artikel |
Welche Beispiele für bekannte Discounter gibt es?
Folgende Discounter-Ketten gibt es in Deutschland.
Aldi und Lidl
Aldi und Lidl gelten als Pioniere und Marktführer im Discounter-Segment:
- Aldi: Aldi wurde 1913 mit einem kleinen Lebensmittelgeschäft gegründet; den Namen „ALDI“ (Albrecht Diskont) führt das Unternehmen seit 1962. Heute betreiben Aldi Nord und Aldi Süd zusammen über 13.000 Filialen weltweit.
- Lidl: Lidl eröffnete seine erste Discounter-Filiale 1973. Aktuell hat Lidl rund 12.500-12.650 Filialen in etwa 30-31 Ländern.
Weitere bekannte Discounter
Neben den Marktführern existieren weitere Discounter-Ketten:
- Netto Marken-Discount: Gehört zur Edeka-Gruppe
- Penny: Teil der Rewe Group
- Norma, unabhängiger Discounter
Welche Öffnungszeiten haben Discounter?
Die Betriebszeiten von Discountern orientieren sich an den Öffnungszeiten von Supermärkten.
- Montag–Samstag: meist 7–22 Uhr geöffnet (in Großstädten teilweise bis 23 oder 24 Uhr)
- Sonntag: grundsätzlich geschlossen
- Ausnahmen: Bahnhöfe, Flughäfen, Tankstellen sowie vereinzelte verkaufsoffene Sonntage
Wie funktioniert Discounter- und Supermarkt-Psychologie?
Manche Discounter und Supermärkte nutzen Methoden der Verkaufspsychologie, um das Einkaufsverhalten zu beeinflussen. Dazu zählen etwa die Platzierung von Waren, Preisgestaltung oder Sonderangebote.
Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass solche Strategien für Kunden nicht immer transparent sind:
Welche Trends gibt es im Discounter-Markt?
Supermärkte und Discounter haben eine lange Geschichte, doch immer wieder gibt es aktuelle Trends wie Selbstbedienungskassen.
Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit
Umweltbewusstsein spielt auch bei preisbewussten Kunden eine zunehmende Rolle:
- Produkte mit Bio-Siegel.
- Geld abheben.
Außerdem:
Was gilt rechtlich in Discountern?
Discounter und Supermärkte müssen hygienisch sein.
So ist es grundsätzlich nicht erlaubt, Hunde (Haustiere) mit in das Geschäft zu nehmen. Eine bundeseinheitliche Pflicht für Toiletten im Supermarkt gibt es nicht.
Außerdem ist eine grenzenlose Videoüberwachung, beispielsweise auf Kundenparkplätzen, nicht erlaubt.
Bei Rückrufen gelten strenge Vorschriften.
Außerdem:
- Viele Verbraucher fragen sich, ob rechts vor links auf Supermarktparkplätzen gilt.
- Und auch beim Betteln gibt es Vorschriften.
- Ebenso bei der Taschenkontrolle.
- Wer Geld im Supermarkt oder Discounter findet, sollte die Rechtslage kennen.
- Und wie ist das eigentlich mit abgelaufenen Lebensmitteln?
Was sind technische Revolutionen für Discounter?
Die Digitalisierung verändert auch das Discounter-Geschäft grundlegend:
- Supermarkt ohne Personal
- Digitale Preisschilder für flexible Preisanpassungen
- Smartphone-Apps mit digitalen Angebotsprospekten und Rabatten
- Ausbau von Click&Collect-Angeboten und Lieferdiensten
Welche Kritik an Discountern kann es geben?
Discounter geraten manchmal in die öffentliche Diskussion.
Verbraucherschützer kritisieren Tricks im Supermarkt wie Shrinkflation bzw. Mogelpackungen.
Verwendete Quellen
- Wikipedia
- gif-ev.com
- Gabler Wirtschaftslexikon
- Lebnsmittelpraxis.de
- Eigene Recherche
