SB-Kassen: Wie der Self-Checkout im Supermarkt funktioniert

13. November 2025

Von: Moritz Serif

Eine Frau an einer Selbstbedienungskasse im Supermarkt (Symbolfoto/Krea AI/Google Imagen 4 Ultra/KI-generiert).
Eine Frau an einer Selbstbedienungskasse im Supermarkt (Symbolfoto/Krea AI/Google Imagen 4 Ultra/KI-generiert).

In Ihrem Stamm-Supermarkt gibt es seit Kurzem Self-Checkout-Kassen.

Doch wie funktioniert das System genau, und worauf müssen Sie achten?

Wie funktioniert Self-Checkout im Supermarkt?

Self-Checkout-Systeme, kurz SCO, sind Selbstbedienungskassen, an denen Kunden ihre Einkäufe eigenständig scannen und bezahlen. Die Technik soll den Kassiervorgang beschleunigen und Personal entlasten.

Außerdem können Supermärkte dadurch Personalkosten senken – teilweise bis zu 30 Prozent laut „fuer-gruender.de„.

Aufbau und Bedienung können sich unterscheiden

Je nach Supermarkt und Discounter unterscheiden sich Aufbau und Bedienung. Bei Rewe und Edeka stehen meist fest installierte Terminals mit Scanner, Waage und Bezahlmodul. Kaufland setzt auf ähnliche Systeme, während Aldi Süd und Lidl zunehmend mobile Scan-&-Go-Lösungen per App anbieten.

Ablauf beim Bezahlen an SB-Kasse

Die Waage prüft, ob das Gewicht zum gescannten Produkt passt. So wird verhindert, dass unbezahlte Ware mitgenommen wird.

So funktioniert’s:

  • Barcode scannen
  • Artikel auf die Ablage legen
  • Eventuell Cashback-Karte scannen
  • Bezahlen

Was ist der Unterschied zwischen Self-Checkout und Scan & Go?

Beim klassischen Self-Checkout steht das Terminal fest im Kassenbereich. Sie scannen dort alle Produkte nacheinander und bezahlen direkt am Gerät. Bei Scan & Go dagegen nutzen Sie Ihr Smartphone oder ein Handscanner-Gerät, das der Markt bereitstellt.

Sie scannen die Produkte bereits während des Einkaufs. Am Ende bestätigen Sie den Einkauf an einer Schnellkasse oder in der App. Das spart Wartezeit, erfordert aber Vertrauen in die Technik und die Ehrlichkeit der Kundschaft.

Welche Supermärkte bieten Self-Checkout in Deutschland an?

Fast alle großen Handelsketten setzen inzwischen auf Self-Checkout. Rewe, Edeka, Kaufland, Ikea, Globus und Real haben fest installierte Terminals. Aldi Süd und Lidl testen mobile Varianten. Auch Drogerien wie dm und Rossmann experimentieren mit Selbstbedienungskassen.

Ob eine Filiale SCO anbietet, hängt von Größe, Standort und Kundennachfrage ab. In Innenstädten und bei hohem Kundenaufkommen sind die Systeme häufiger zu finden als in kleineren Märkten auf dem Land.

Wie läuft die Bezahlung an der SB-Kasse ab?

Die meisten Self-Checkout-Kassen akzeptieren Kartenzahlung, oft auch kontaktlos per NFC. Bargeld wird nur an ausgewählten Terminals angenommen, da die Wartung aufwendiger ist. Rewe und Kaufland bieten beides an, Aldi und Lidl meist nur Kartenzahlung.

Quittungen können sie sich drucken lassen, falls sie mögen. Einige Märkte bieten zusätzlich digitale Belege über Kunden-Apps an.

  • Pfandbons können Sie in der Regel wie gewohnt einlösen.
  • Sie scannen den Bon und der Betrag wird automatisch vom Gesamtpreis abgezogen.
  • Bei Problemen hilft die Servicekraft vor Ort.

Wie funktioniert die Altersverifikation bei Alkohol oder Tabak?

Beim Kauf von Alkohol, Tabak oder Energydrinks ist eine Altersprüfung vorgeschrieben. An der SB-Kasse wird der Vorgang automatisch gestoppt, bis eine Servicekraft die Freigabe erteilt.

Die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter prüft den Ausweis oder schätzt das Alter ein. Erst danach kann der Bezahlvorgang fortgesetzt werden. Eine automatische Altersprüfung per Kamera ist in Deutschland aus Datenschutzgründen nicht erlaubt.

Eine Frau an der SB-Kasse.
Eine Frau an der SB-Kasse (Symbolfoto/Krea AI/Google Imagen 4 Ultra /KI generiert).

Was passiert, wenn die Waage ein falsches Gewicht erkennt?

Die Waagenkontrolle ist Teil der Diebstahlprävention. Sie vergleicht das Gewicht des gescannten Artikels mit dem tatsächlichen Gewicht auf der Ablage. Stimmt es nicht überein, erscheint eine Fehlermeldung.

In diesem Fall wird der Vorgang automatisch angehalten. Eine Servicekraft überprüft den Artikel und korrigiert den Fehler. Häufig liegt die Ursache in Verpackungsunterschieden oder falsch platzierten Waren.

Kritik an SB-Kassen: Gibt es mehr Diebstähle?

Self-Checkout-Systeme sind mit mehreren Sicherheitsmechanismen, unter anderem mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Neben der Waagenkontrolle gibt es Stichprobenprüfungen, bei denen einzelne Einkäufe manuell kontrolliert werden.

So soll sich Diebstahl an Supermarkt-SB-Kassen verhindern lassen.

In der Praxis lässt sich laut EHI-Insitut kaum nachweisen, ob SB-Kassen mehr Diebstähle verursachen als bediente Kassen.

Videoüberwachung im Supermarkt

Viele Supermärkte setzen im Kassenbereich Videoüberwachung ein. Sie dienen nicht der Gesichtserkennung, sondern der Nachvollziehbarkeit bei Unstimmigkeiten. Die Aufnahmen werden nur im Verdachtsfall ausgewertet.

Taschenkontrolle im Supermarkt

Ohne einen konkreten Verdacht ist eine Taschenkontrolle im Supermarkt grundsätzlich unzulässig. Eine Taschenkontrolle darf nur mit Ihrer Zustimmung erfolgen. Bei Verdacht auf Diebstahl kann der Markt jedoch die Polizei rufen.

Vor- und Nachteile von Selbstbedienungskassen

Selbstbedienungskassen haben Vor- und Nachteile.

Vorteile:

  • Kürzere Wartezeiten bei kleinen Einkäufen
  • Personalkosteneinsparung für Märkte bis zu 30 Prozent (für Märkte
  • Mehr Kontrolle und Anonymität für Kunden
  • Effizientere Flächennutzung im Kassenbereich

Nachteile:

  • Technische Probleme und Fehlermeldungen
  • Verlust von Arbeitsplätzen im Einzelhandel möglich (Für Mitarbeiter)
  • Bei großen Einkäufen oft langsamer als normale Kassen
  • Überforderung für ältere oder unerfahrene Kunden

Verwendete Quellen

  • Wikipedia
  • Für Gründer: Selbstbedienungskasse: Für wen lohnt sich der Umstieg?
  • ZDF heute: Was Händler über SB-Kassen sagen
  • Eigene Recherche