Das Preis-Maß ist randvoll: Milka bekommt jetzt die verdiente Quittung

10. Dezember 2025

Von: Moritz Serif

Moritz Serif, Chefredakteur von supermarkt-nachrichten.de
Ich bin Moritz Serif, Ihr Chefredakteur von supermarkt-nachrichten.de (Foto/Claus Morgenstern).

Milka gehörte jahrzehntelang zu den beliebtesten Schokoladenmarken in Deutschland. Doch dieses Bild ist in den vergangenen Jahren massiv ins Wanken geraten. Die Marke wirkt angekratzt, das frühere Vertrauen bröckelt sichtbar.

Der Hauptvorwurf lautet: Milka bzw. Hersteller Mondelez hat die Preise erhöht, während gleichzeitig die Packungen kleiner wurden. Ein doppelter Effekt, den Verbraucherinnen und Verbraucher nicht übersehen und langfristig abstrafen.

Die Verbraucherzentrale Hamburg verlieh Mondelez dafür sogar die Auszeichnung „Mogelpackung des Monats“ – ein Titel, der inzwischen sinnbildlich für die gesamte Preispolitik der Marke steht.

Milka-Absatz bricht ein, Verzweiflung macht sich breit

Die Folgen zeigen sich inzwischen an den Kassen der Supermärkte: Der Absatz von Milka ist eingebrochen. Was früher wie selbstverständlich im Einkaufswagen landete, bleibt jetzt liegen.

Händler reagieren darauf mit Preisstürzen, die man sonst eher aus Räumungsverkäufen kennt.

Lidl senkt den Preis einer Tafel etwa von 1,79 Euro auf 79 Cent. Das ist kein Rabatt mehr, das ist Verramschen. Für eine Marke wie Milka ist das ein alarmierendes Signal.

Milka bleibt in den Supermarktregalen liegen

In sozialen Netzwerken häufen sich Fotos, die prall gefüllte Milka-Regale zeigen. Der Tenor ist eindeutig: „Die will keiner mehr“ oder „Das haben die verdient“.

Ob das das Gesamtbild widerspiegelt, bleibt offen. Doch sicher ist: Das Vertrauen vieler Kundinnen und Kunden ist mindestens beschädigt.

Milka hätte bereits längst die Preise senken müssen

Was besonders irritiert: Die Preise für Kakao sind längst gefallen, Händler berufen sich gerne auf bestehende Lieferverträge.

Doch interessant ist: Steigen die Rohstoffpreise, wird gerne direkt erhöht, sinken sie, beruhe das auf den Verträgen.

Das wirkt unglaubwürdig.

Mondelez überlegt, Preise erneut zu erhöhen

Spannend ist auch, dass Mondelez überlegt, die Milka-Preise weiter zu erhöhen, laut einem Bericht der Wirtschaftswoche. Auch Mars zieht Preiserhöhungen in Betracht.

Das wäre ein gewaltiger Fehler. Ich kann davor nur abraten. Die Verbraucherinnen und Verbraucher haben genug, denn das Preis-Maß ist randvoll. Milka bekommt die verdiente Quittung.

Ich bleibe dabei: Diese Preise für Schokolade kann oder will sich bald keiner mehr leisten.

Verwendete Quellen

Transparenzhinweis

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