Weihnachtsschokolade gehört zu den Produkten, die man jedes Jahr im Supermarkt einkauft.
Doch zu Weihnachten 2025 kosten Weihnachtsmänner, Dominosteine und Lebkuchenherzen in vielen Märkten deutlich mehr als im Vorjahr – und das meist unabhängig davon, ob es sich um Markenware oder Eigenmarken handelt.
Weihnachtsschokolade im Supermarkt: Selbst Eigenmarken kosten mehr
Die Gründe für den Preisanstieg sind nachvollziehbar.
Der Kakaopreis hat im Vergangenen Jahr Höchststände erreicht, teils auf einem Niveau, das es so noch nie gab. Gleichzeitig steigen Energie-, Lohn- und Transportkosten weiter.
All diese Faktoren wirken sich natürlich auf die Produktion aus, und niemand bestreitet, dass Schokolade dadurch teurer werden muss.
Bei Preissteigerung Erhöhung, bei senkenden Preisen gelten die Verträge
Doch genau an diesem Punkt endet die einfache Erklärung. Während die extremen Kakaopreise vom Frühjahr 2024 inzwischen etwas nachgegeben haben, liegen sie weiterhin deutlich über dem Vorkrisenniveau.
Die Endpreise im Handel verharren trotzdem auf Rekordhöhe – in manchen Fällen steigen sie sogar weiter
Hohe Preise für Weihnachtsschokolade irritieren
Das sorgt für Irritation. Händler und Hersteller fordern Verständnis, argumentieren mit langfristigen Verträgen und komplexen Lieferketten. Das mag stimmen.
Aus Sicht vieler Verbraucherinnen und Verbraucher wirkt es so, als ob die Branche Preissteigerungen sehr schnell und sichtbar weitergibt, auf Entlastungen bei den Kosten aber deutlich langsamer reagiert.
Weihnachtsmänner teurer, aber nicht hochwertiger
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei saisonaler Ware. Weihnachtsmänner, Adventsfiguren, Dominosteine: Viele Produkte sind weder größer noch hochwertiger geworden. Sie kosten schlicht mehr.
Verbraucherschützer berichten außerdem von Produkten, in denen Hersteller Kakaoanteile reduzieren oder Kakaobutter durch billigere Fette ersetzen. Einige Süßwaren sehen aus wie Schokolade, enthalten aber gar keine Kakaobutter mehr.
Genau das macht die Preisentwicklung schwer nachvollziehbar. Weihnachten ist für viele Familien ohnehin kostspielig genug.
Preise sollten sich bewegen, wenn Rohstoffe nachgeben
Natürlich kann niemand verlangen, dass Schokolade billig bleibt, wenn Rohstoffe teuer sind. Aber man darf erwarten, dass Preise sich wieder bewegen, wenn sich Rahmenbedingungen entspannen.
Derzeit wirkt es so, als ob Handel und Hersteller ein Preisniveau halten, das ursprünglich durch Ausnahmesituationen wie extrem hohe Kakaopreise entstanden ist
Weihnachtsschokolade sollte kein Luxusprodukt sein
Weihnachtsschokolade sollte kein Luxusprodukt werden. Diese Preise kann sich doch bald keiner mehr leisten.
Transparenzhinweis
Dieser Text ist ein Kommentar. Er gibt die subjektive Einschätzung des Autors wieder.
Er basiert auf eigenen Recherchen, aktuellen Preisentwicklungen, öffentlich zugänglichen Daten sowie Hersteller- und Händlerangaben.
