Butter fällt unter 1 Euro: Warum die Preise plötzlich so stark sinken

7. Dezember 2025

Von: Moritz Serif

Auf dem Bild ist Butter zu sehen.
Butter im Supermarkt ist jetzt viel günstiger (Symbolfoto/Nano Bana 4 Pro).

Ein Blick in die Kühlregale zeigt: Butter ist wieder günstiger. Nach Monaten hoher Preise sinkt der Preis für ein 250-Gramm-Stück nun unter die Marke von einem Euro.

Mehrere große Handelsketten haben neue Preissenkungen angekündigt. Eigenmarken-Butter kostet jetzt 99 Cent. Das entspricht etwas weniger als der Hälfte des im Herbst 2024 vielerorts verlangten Höchstpreises.

Warum sinkt der Butterpreis so stark?

Ein Grund ist der internationale Milchmarkt. Weltweit ist das Angebot gestiegen, was die Einkaufspreise drückt. Laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft haben die Preise Anfang Dezember erneut nachgegeben.

Auch deutsche Molkereien registrieren mehr Lieferungen. Im zweiten Halbjahr 2025 wurde deutlich mehr Milch angeliefert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Milch verbilligt sich. Auch im Supermarkt.

Wieso ist die Milchproduktion so hoch?

Holger Thiele, Professor für Agrarökonomie und Statistik an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel, sagte der „Zeit“, dass die Milchproduktion gerade ideal sei.

Dass die Milchproduktion aktuell so hoch ist, hat demnach mehrere Gründe:

  • Sehr hohe Futterqualität
  • Preise für Getreide niedrig
  • Viel Grasflächen

Wie reagieren Supermärkte und Discounter mit ihren Preisen für Butter?

Lidl erklärte, dass die gesunkenen Rohstoffpreise an die Kunden weitergereicht werden. Damit sollen Verbraucher von den geringeren Produktionskosten profitieren.

Auch Edeka, Rewe, Penny und Netto ziehen nach und senken ihre Butterpreise. Die großen Handelsketten werben damit, die Preissenkungen „eins zu eins“ umzusetzen.

Welche Folgen hat der sinkende Butterpreis für die Milchbauern?

Für die Erzeuger können die sinkenden Butterpreise existenzgefährdend sein. Während der Handel betont, dass niedrigere Preise die Absatzmenge erhöhen können, sorgen sich Bauernvertreter um stabile Einnahmen. 

Daher haben die Bauern wegen der Butterpreise das Bundeskartellamt eingeschaltet.

Wegen des niedrigen Butterpreises sei der „Lebensmittelhandel kein verlässlicher Partner mehr“, sagte der BBV gegenüber supermarkt-nachrichten.de

Wie haben sich die Preise in den vergangenen Jahren entwickelt?

Butter gehörte in den vergangenen Jahren zu den Produkten mit den stärksten Preisschwankungen. Im Sommer 2023 lagen die Preise für Eigenmarken noch bei rund 1,39 Euro pro Packung.

Bis Oktober 2024 stieg der Preis dann auf einen Rekordwert von 2,39 Euro. Seit Februar 2025 sinken die Preise spürbar, nun erstmals wieder unter einen Euro.

Welche Butter ist die Beste?

Jetzt, wo die Preise fallen, stellen sich viele die Frage, welche Butter die beste ist. Die Ergebnisse lesen Sie in unserem Testvergleich.

Verwendete Quellen

  • ntv
  • dpa
  • Zeit