Wie erkennt man das beste Olivenöl im Supermarkt oder Discounter?
Welches Olivenöl ist das beste im Supermarkt?
Stiftung Warentest prüfte am 23. Januar 2025 25 native Olivenöle extra.
Sieben Produkte waren „gut“, drei fielen durch, vier Öle waren stark mit Mineralölbestandteilen belastet.
- Testsieger: Rewe „Beste Wahl“ Italienisches Natives Olivenöl Extra (Note 2,1)
Was macht ein gutes Olivenöl aus?
Die Qualität eines Olivenöls lässt sich nicht allein am Preis oder der Verpackung erkennen.
Entscheidend sind vielmehr Kriterien wie Herstellungsverfahren, Säuregehalt und sensorische Eigenschaften.
Natives Olivenöl Extra: Die höchste Qualitätsstufe
Die Bezeichnung „Natives Olivenöl Extra“ (oder „Extra Vergine“) ist ein wichtiger Qualitätsindikator.
Sie garantiert, dass das Öl ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen wurde – ohne Hitze oder chemische Zusätze. Zudem darf der Säuregehalt 0,8% nicht überschreiten.
Gutes natives Olivenöl extra zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:
- Fruchtiges Aroma mit grünen, grasigen oder tomatenartigen Noten
- Ausgewogene Bitterkeit und Schärfe (positive Geschmacksmerkmale)
- Keine Fehlaromen wie „ranzig“, „schlammig“ oder „muffig“
Außerdem:
- Klare, von hellgelb bis grünlich variierende Farbe
- Niedriger Säuregehalt (unter 0,8 %)
Sensorische Bewertung und Schadstoffbelastung
Bei der Bewertung von Olivenöl spielen neben dem Geschmack auch Schadstoffbelastungen eine wichtige Rolle.
Mineralölrückstände (MOSH/MOAH), Pestizide oder erhöhte Werte von Weichmachern können die Qualität mindern und gesundheitliche Bedenken aufwerfen.
Bio-Olivenöl im Supermarkt: Eine nachhaltige Wahl?
Bio-Olivenöle erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Sie versprechen nicht nur Schadstoffarmut, sondern auch umweltschonendere Produktionsmethoden.
Doch rechtfertigt die Qualität den oft höheren Preis? Und wie schneiden Bio-Öle im direkten Vergleich mit konventionellen Produkten ab?
Das Ergebnis: Bio-Öle schneiden bei der Schadstoffbelastung tendenziell besser ab als konventionelle Produkte. Besonders bei Pestizid-Rückständen.
Was zeichnet italienische, spanische und griechische Olivenöle aus?
Die Herkunft eines Olivenöls beeinflusst nicht nur seinen Geschmack, sondern auch seine Ökobilanz.
Spanische, italienische und griechische Öle dominieren den deutschen Markt.
Jede Region bringt charakteristische Geschmacksprofile hervor:
- Italienische Öle: oft intensiv und würzig mit deutlicher Bitterkeit
- Spanische Öle: tendenziell milder und fruchtiger
- Griechische Öle: häufig kräftig mit ausgeprägter Schärfe
Aus Nachhaltigkeitssicht spielt neben Bio-Siegeln auch die Transportdistanz eine Rolle.
- Regionale Unterschiede in den Produktionsmethoden können zudem Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck haben.
- Moderne, wassersparende Anbaumethoden in Spanien stehen traditionellen, aber ressourcenintensiveren Verfahren in anderen Regionen gegenüber.
Verwendete Quellen
- Stiftung Warentest
- ZDF heute
- Chip
- Eigene Recherche
