Welcher gemahlene Kaffee ist der beste im Supermarkt? Lesen Sie jetzt unseren Vergleich.
Welcher gemahlene Kaffee ist der beste im Supermarkt?
Stiftung Warentest hat gemahlenen Kaffee im Supermarkt bzw. Discounter getestet.
Der Eduscho Filterkaffee Nr. 1 Klassisch von Tchibo bekam die besten Noten. Allerdings kommt er bei Schadstoffen nur auf ein „befriedigend“.
Was macht Qualität bei gemahlenem Kaffee aus?
Die Qualität eines gemahlenen Kaffees hängt von verschiedenen Faktoren ab. Nicht allein der Preis entscheidet.
Experten bewerten Kaffeepulver nach objektiven Kriterien, die jeder Verbraucher kennen sollte.
Geschmack und Aroma: Worauf es beim besten Kaffeepulver ankommt
Hochwertige Filterkaffees zeichnen sich durch ein ausgewogenes Verhältnis von Säure, Bitterkeit und Körper aus. Die Röstung beeinflusst dieses Profil maßgeblich: Hellere Röstungen betonen fruchtige Noten und Säure, während dunklere Röstungen kräftigere, schokoladige Aromen entwickeln.
Entscheidend für den Geschmack ist auch der Mahlgrad. Supermarktkaffee kommt meist in mittlerer Mahlung, optimiert für Filterkaffeemaschinen. Zu grob gemahlener Kaffee führt zu wässrigem Geschmack, zu feines Pulver kann bitter werden und den Filter verstopfen.
Herkunft und Anbau: Qualitätsmerkmale für gemahlenen Kaffee
Die geografische Herkunft prägt den Charakter eines Kaffees grundlegend. Arabica-Bohnen, die in Höhenlagen zwischen 600 und 2.000 Metern gedeihen, gelten als aromatischer und komplexer als die robusteren Robusta-Bohnen.
Viele Supermarktkaffees setzen auf Mischungen (Blends) verschiedener Herkünfte, um ein konstantes Geschmacksprofil zu gewährleisten.
- Qualitätsorientierte Hersteller geben die Herkunftsländer ihrer Bohnen transparent an. Besonders geschätzt werden Kaffees aus Äthiopien, Kolumbien, Guatemala oder Kenia.
- Bei Discounter-Eigenmarken fehlen diese Angaben häufig – ein mögliches Indiz für wechselnde Bezugsquellen je nach Marktlage.
Nachhaltigkeit und Bio-Zertifikate: Schadstofffreier Kaffeegenuss
Umwelt- und sozialverträglicher Anbau gewinnt für Verbraucher zunehmend an Bedeutung. Bio-Siegel garantieren den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Düngemittel. Fairtrade-Zertifizierungen sichern Mindestpreise für Kaffeebauern und verbieten ausbeuterische Kinderarbeit.
- Aktuelle Tests zeigen: Bio-Kaffees schneiden bei Schadstoffbelastungen oft besser ab. Öko-Test fand in konventionellen Produkten teilweise krebsverdächtige Substanzen wie Acrylamid und Furan.
- Bio-Alternativen wiesen geringere Belastungen auf – ein Argument, das über den reinen Geschmack hinausgeht.
Verwendete Quellen
- Stiftung Warentest
- SWR3
- Eigene Recherche
