„Skandal-Preise für Schokolade“: Parteien fordern Konsequenzen für Aldi, Lidl und Co.

5. Dezember 2025

Von: Moritz Serif

Eine Frau im Supermarkt
Die Preise für Schokolade werden immer höher (Symbolfoto/Nano Banana Pro).

Viele Verbraucherinnen und Verbraucher ärgern sich über hohe Preise für Schokolade im Supermarkt, obwohl Kakao wieder günstiger ist.

Die Linke sieht darin kein normales Marktverhalten, sondern ein strukturelles Problem.

Die Partei wirft Aldi, Lidl, Rewe und Edeka eine zu große Marktmacht vor – und fordert gegenüber supermarkt-nachrichten.de ein schärferes Kartellrecht.

Sind die aktuellen Preise bei Aldi, Lidl, Edeka und Rewe zu hoch?

Der Kakaopreis für Weihnachtsschokolade fällt seit Monaten, dennoch sind die Süßigkeiten so teuer wie nie. Händler wie Aldi und Lidl verweisen auf Herstellerverträge, Verbraucherzentralen halten die Preise für zu hoch.

Auch die Partei „Die Linke“ hält Preise im Supermarkt für Weihnachtsschokolade für überzogen.

„Die Preiserhöhungen für Schokolade erfolgten mit Verweis auf die gestiegenen Kakao-Preise und jetzt, wo die Preise gesunken sind, bleiben die Preise trotzdem auf dem hohen Niveau“, antwortete Fabian Lambeck, stellvertretender Pressesprecher der Partei auf eine Anfrage von supermarkt-nachrichten.de.

Kommt bald eine Preiskontrolle für Lebensmittel im Supermarkt?

Die Linke fordert eine Preiskontrolle für Lebensmittel im Supermarkt. Der Grund: Lebensmittelkonzerne und Handelsketten würden ihre Marktmacht zu Lasten der Verbraucher und Landwirte ausnutzen.

„Wenn Lebensmittelkonzerne und Supermarktketten ihre Marktmacht auf Kosten der Verbraucher und Landwirte ausnutzen, dann ist das ein Skandal“, so Lambeck.

Nach Einschätzung der Linken wird das Thema Lebensmittelpreise in der Politik unterschätzt. Menschen mit kleinen Einkommen seien stärker belastet, weil sie einen größeren Teil ihres Budgets für Ernährung ausgeben.

Wie soll eine Preiskontrolle für Lebensmittel im Supermarkt funktionieren?

Die Linke schlägt eine Preisbeobachtungsstelle für die gesamte Lebensmittellieferkette vor.

„Eine Beobachtungsstelle nach französischem und spanischem Vorbild wäre eine hervorragende Option, da sie ein hohes Maß an Markttransparenz entlang der gesamten Lieferkette herstellt und gleichzeitig neue Meldeverpflichtungen und bürokratischen Aufwand vermeidet“, schlägt die Partei vor.

Parallel fordert die Partei ein schärferes Kartellrecht für Supermärkte:

„Die Marktmacht der vier großen Handelsketten zeigt, dass in der Vergangenheit zu lasch vorgegangen wurde. Eine Konzentration muss früh erkannt und unterbunden werden können.“

Wie reagieren andere Parteien?

Auch die SPD fordert ein Einschreiten gegen Supermärkte und günstigere Lebensmittel. Die Preise für Lebensmittel sind seit der Corona-Pandemie empfindlich gestiegen„, sagte uns Boris M. Peltonen, Chef vom Dienst der Pressestelle der Partei.

Auch Peltonen findet, dass „wenige große Lebensmittelkonzerne“ profitierten. Die SPD schlägt eine niedrigere Mehrwertsteuer von 5 Prozent vor und will „die Marktmacht der wenigen großen Lebensmittelhändler scharf beobachten„.

Was denkt Moritz Serif, Chefredakteur von supermarkt-nachrichten.de, über die Preise bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka?

Unser Chefredakteur Moritz Serif ordnet die Preisentwicklung bei Weihnachtsschokolade in seinem Kommentar ein: Weihnachtsschokolade so teuer wie nie: Diese Preise kann sich doch bald keiner mehr leisten. So hat nun auch Mars angekündigt, Preise für Schokolade und Eis zu erhöhen.

Verwendete Quellen

  • Presseanfrage an die Partei „die Linke“ und die SPD von supermarkt-nachrichten.de