Kräuter-Rückruf bei ALDI: Salmonellen – Durchfall, Erbrechen und Fieber möglich

4. Dezember 2025

Von: Moritz Serif

Kräuter befinden sich im Rückruf
Kräuter befinden sich im Rückruf bei Aldi (Symbolfoto/Krea AI/Flux).

Der Hersteller Clama GmbH & Co. KG ruft das Produkt „TK 8 KRÄUTER“ der Marke All Seasons zurück. Verkauft wurde die Tiefkühl-Ware bundesweit in Filialen von ALDI Nord und ALDI SÜD.

Verbraucher werden dringend gebeten, das betroffene Produkt nicht zu verzehren. Diese Bundesländer sind vom Rückruf betroffen:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Mecklenburg-Vorpommern
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Kräuter-Rückruf von ALL SEASONS: Welche Produkte sind betroffen?

Grund für den Rückruf der Kräuter ist der Nachweis von Salmonellen (Salmonella spp.) in einer Probe des Produkts. Diese Bakterien können schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen und stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.

Zur eindeutigen Identifizierung des betroffenen Artikels sollten Verbraucher die Verpackungsangaben genau prüfen. Nur Produkte mit den nachfolgend genannten Daten sind Teil der Rückrufaktion.

MerkmalDetails
ProduktbezeichnungTK 8 Kräuter
HerstellerClama GmbH & Co. KG
Verpackungseinheit75 Gramm
MHD04.06.2027
Lotnummer121 01 5155

Nach Rückruf von All Seasons-TK 8 Kräuter: Welche Gesundheitsgefahren drohen bei Salmonellen?

Eine Infektion mit Salmonellen, auch Salmonellose genannt, äußert sich meist innerhalb weniger Tage nach dem Verzehr. Die Bakterien greifen die Darmschleimhaut an und verursachen eine Magen-Darm-Entzündung.

Besonders bei Kleinkindern, älteren Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem können die Symptome schwerwiegend ausfallen und zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust führen. Wer nach dem Verzehr Symptome entwickelt, sollte umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen.

  • Durchfall: Oft plötzlich einsetzend und wässrig.
  • Bauchkrämpfe: Schmerzhafte Kontraktionen im Magen-Darm-Bereich.
  • Erbrechen: Häufig in Verbindung mit starker Übelkeit.
  • Fieber: Eine typische Reaktion des Körpers auf die Infektion.

Kräuter-Rückruf bei Aldi: Was sollten Kunden jetzt tun?

Kunden, die das entsprechende Produkt gekauft haben, sollten es keinesfalls verwenden. Die Kräuter können auch im gefrorenen Zustand eine Kontaminationsquelle in der Küche darstellen.

Das Produkt kann in allen Filialen von ALDI Nord und ALDI SÜD zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Für weitere Fragen hat der Hersteller eine Hotline eingerichtet.

Wer trägt die Kosten bei Rückrufaktionen?

Die Verantwortung für die Sicherheit von Lebensmitteln liegt grundsätzlich beim Hersteller oder dem Inverkehrbringer. Im Falle eines Rückrufs muss das Unternehmen für alle anfallenden Kosten aufkommen.

Für Verbraucher ist die Rückgabe des Produkts unkompliziert und kostenlos. Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises oder auf ein Ersatzprodukt.

  • Herstellerverantwortung: Das Unternehmen trägt die Kosten für Logistik, Entsorgung und Kommunikation.
  • Erstattung für Kunden: Der Handel erstattet den vollen Kaufpreis.
  • Kein Kassenbon nötig: Die Rückgabe ist bei öffentlichen Rückrufen in der Regel ohne Beleg möglich.

Warum kommt es zu Lebensmittel-Rückrufen?

Lebensmittel-Rückrufe sind ein wichtiges Instrument des vorbeugenden Verbraucherschutzes. Sie werden ausgelöst, wenn im Rahmen von Eigenkontrollen der Hersteller oder bei behördlichen Überprüfungen eine potenzielle Gesundheitsgefahr festgestellt wird.

Die Ursachen für Rückrufe sind vielfältig und reichen von Produktionsfehlern bis hin zu Verunreinigungen von Rohstoffen. Ziel ist es stets, gesundheitsschädliche Produkte schnellstmöglich aus dem Verkauf zu nehmen.

  • Mikrobiologische Belastung: Funde von Bakterien wie Salmonellen, Listerien oder E. coli.
  • Fremdkörper: Verunreinigungen mit Glas-, Metall- oder Plastiksplittern.
  • Fehlerhafte Kennzeichnung: nicht deklarierte Allergene oder falsche Haltbarkeitsdaten.

Wo finde ich aktuelle Rückruf-Listen?

Aktuell sind ein Apfelsaft-Rückruf sowie ein Mandelgebäck-Rückruf im Gange. Außerdem fordert Foodwatch einen Rückruf von Nestlé-Wasser und ein Hundefutter-Rückruf läuft.

Weitere Lebensmittel-Rückruf-Listen finden Sie auf folgenden Portalen:

Verwendete Quellen