Edeka verändert sein Sortiment im Drogeriebereich und ersetzt mehrere bisherige Eigenmarken. Damit reagiert der Konzern auf Entwicklungen im Markt und bereitet einen Wechsel vor, der auch die Tochter Budni betrifft.
Die betroffenen Produkte stammen aus unterschiedlichen Kategorien von Körperpflege bis Haushaltsbedarf. Der Schritt zielt auf eine Vereinheitlichung und soll Edeka im Wettbewerb mit großen Drogerieketten neue Positionierungsmöglichkeiten schaffen.
Welche Edeka-Eigenmarke fliegt aus dem Sortiment?
Laut der Lebensmittelzeitung und Bild-Zeitung wirft Edeka im Frühjahr 2026 die Eigenmarken Elkos und Blütezeit aus dem eigenen Haus. Außerdem fliegen Hairwell, Pure & Basic und Shisara aus dem Sortiment von Netto-Marken-Discount.
Stattdessen führt die Handelskette die neue Dachmarke Jolea ein. Auch Budni ersetzt seine Marke Joolea durch dieselbe Linie. Das gemeinsame Konzept soll künftig ein wiedererkennbares Sortiment im gesamten Edeka-Verbund schaffen.
Die Einführung der neuen Jolea-Produkte betrifft Pflegeartikel wie Duschgel, Seife, Kosmetikzubehör und Rasierpflege. Durch ein einheitliches Design sollen sich die Artikel leichter im Regal platzieren lassen.
| Merkmal | Details |
|---|---|
| Produktbezeichnung | Jolea (statt Elkos, Blütezeit, Hairwell, Pure & Basic, Shisara) |
| Im Sortiment seit / Nicht mehr im Sortiment seit | Frühjahr 2026 / abverkauft bis März 2026 |
| Betroffene Märkte | Edeka, Netto-Marken-Discount, Budni |
Warum wirft Edeka die alten Eigenmarken aus dem Sortiment?
Edeka hat laut Medieninformationen die Markenbereinigung seit Sommer 2025 vorbereitet und das Patent für Jolea im Juli beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet.
Ziel ist eine Markenstruktur, die höhere Gewinnmargen ermöglicht. Durch weniger Sorten will der Konzern Einkauf, Logistik und Werbung vereinfachen. Das neue Design mit Feder-Symbol dient der Wiedererkennung und soll jüngere Zielgruppen ansprechen.
Die Vereinheitlichung zielt zudem auf eine stärkere Marktposition gegenüber den Drogerieriesen dm und Rossmann. Jolea ähnelt namentlich der dm-Eigenmarke Balea und signalisiert Offenheit für direkten Wettbewerb in den Bereichen Pflege und Kosmetik.
Jolea ist neu: Warum ändern Supermärkte ihr Sortiment?
Sortimentswechsel entstehen häufig durch wirtschaftliche Faktoren. Händler prüfen regelmäßig Rentabilität und Markttrends ihrer Eigenmarken. Neue Düfte, Verpackungen und Rezepturen dienen der Anpassung an Verbrauchervorlieben und Konkurrenzdruck.
- Bessere Marge: Eigenmarken sichern höhere Deckungsbeiträge als Fremdprodukte.
- Kosteneffizienz: Weniger Marken bedeuten geringere Lager- und Verhandlungskosten.
- Anpassung an Trends: Naturkosmetik und nachhaltige Verpackungen gewinnen Marktanteil.
- Strategische Profilierung: Einheitliche Marken stärken das Markenimage im Wettbewerb.
Wer entscheidet über Sortimentsänderungen im Supermarkt?
Über die Einführung oder Streichung von Produkten entscheidet bei Edeka die Zentrale Stiftung & Co. KG gemeinsam mit den selbstständigen Kaufleuten. Diese bewerten Verkaufszahlen, Marktanteile und Herstellerkonditionen.
In der Regel stehen saisonale Überprüfungen und Strategiegespräche auf der Agenda, um Konsumverhalten und Nachfrage frühzeitig zu erkennen.
Auch rechtliche Aspekte spielen eine Rolle. Markenrechte, Patente und Lieferverträge beeinflussen den Zeitpunkt der Umstellung, die in den Märkten schrittweise umgesetzt wird.
Verwendete Quellen
- Lebensmittelzeitung
- Bild
