Säureregulator, Emulgator, Konservierungsstoffe, Ascorbinsäure und mehr: Machen wir uns nichts vor. Viele stark verarbeitete Lebensmittel stehen mit erhöhten Gesundheitsrisiken in Verbindung.
Ausgerechnet jetzt will die EU genmanipulierte Lebensmittel ohne Kennzeichnungspflicht erlauben. Für eine Kategorie neuer Genom-Verfahren (NGT-1) sollen Lebensmittel ohne GVO-Kennzeichnung in den Handel kommen.
Die Folge: Verbraucherinnen und Verbraucher wissen bei diesen Produkten nicht mehr, welches Genverfahren verwendet wurde.
Fehlende Kennzeichnung bei genmanipulierten Lebensmitteln ist ein Skandal
Die fehlende Kennzeichnung bei genmanipulierten Lebensmitteln ist ein Skandal. Wir Verbraucherinnen und Verbraucher haben ein Recht darauf zu wissen, welche Nahrungsmittel wir unserem Körper zuführen.
Natürlich sagen Hersteller: „Alles nicht so schlimm, macht euch keinen Kopf, da passiert euch nichts“.
Ich sage aber: Wer Genverfahren für sicher hält, müsste kein Problem damit haben, sie zu kennzeichnen.
Neue Genverfahren ändern nichts an ausgelaugten Böden
Die EU begründet die Lockerung mit schnelleren Züchtungen und robusteren Pflanzen. Der Klimawandel diene als Argument. Trockenheit, Schädlinge, Ernteausfälle – alles soll sich damit besser abfedern lassen. Das mag auf dem Papier plausibel wirken.
Es löst aber kein strukturelles Problem. Die Landwirtschaft kämpft seit Jahren mit ausgelaugten Böden, wenig Vielfalt und hoher Abhängigkeit von großen Saatgut- und Chemiekonzernen. Neue Genverfahren dürften daran wenig ändern.
Die Industrie freut sich über genmanipulierte Lebensmittel
Hersteller begrüßen weniger Bürokratie. Forschungseinrichtungen sprechen von Effizienz. Der Bauernverband verspricht sich kürzere Wege in der Sortenzulassung.
Für Verbraucher entsteht daraus kein Vorteil. Ohne Kennzeichnung bei Lebensmitteln aus NGT-1-Pflanzen ist nicht ersichtlich, welche Verfahren eingesetzt wurden.
Rückverfolgbarkeit entfällt.
Uns wird unsere Wahlfreiheit an der Kasse im Supermarkt genommen.
Wir brauchen eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel
Wir benötigen eine Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Lebensmittel. Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung fordert eine solche Kennzeichnung.
Ich will keine genmanipulierte Lebensmittel essen
Bereits jetzt achte ich bei meiner Ernährung darauf, so wenig Zusatzstoffe wie möglich zu mir zu nehmen.
Warum?
Stark verarbeitete, zusatzstoffreiche Lebensmittel sind mit einem erhöhten Risiko für zahlreiche Krankheiten verbunden und schmecken mir oftmals schlechter als unverarbeitete Nahrung.
Für mich ist daher klar: Ich will keine genmanipulierten Lebensmittel essen, geschweige denn in meinem Körper haben.
Verwendete Quellen
- supermarkt-nachrichten.de – Genveränderte Lebensmittel landen ohne Kennzeichnung im Supermarkt
Transparenzhinweis
Dieser Text ist ein Kommentar. Er gibt die subjektive Einschätzung des Autors wieder.
