Sie stehen vor dem Regal und suchen die besten Chips? Die Auswahl ist riesig, doch Qualität und Preis variieren stark. Testergebnisse von Stiftung Warentest und Öko-Test zeigen: Teure Marken sind oft belastet, während Discounter-Ware geschmacklich und preislich überzeugt.
Das Wichtigste in Kürze (Überblick)
| Kategorie | Produkt & Preis | Urteil & Grund |
| Testsieger | Krosse Kerle (ca. 1,73 €/100g) | Note 1,8: Bester Geschmack, knusprig, ausgewogene Fettwerte. |
| Preistipp | Aldi Sun Snacks (ca. 0,50 €/100g) | Note „gut“: Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. |
| Verlierer | Pringles Paprika (teuer) | „Mangelhaft“: Hohe Belastung mit Mineralöl & Glycidol. |
| Bio-Tipp | Dennree (ca. 1,59 €/100g) | „Sehr gut“: Einziges Bio-Produkt mit top Schadstoffbilanz. |
Welche Chips schmecken im Test am besten?
Der Blick auf den Testergerfolg zeigt, welche Chips Geschmack und Qualität vereinen.
Beliebte Markenchips: Von Funny‑Frisch bis Pringles
- Krosse Kerle Tomate & Paprika: Sichern sich den Testsieg (Note 1,8). Sie sind aromatisch, knusprig und haben einen ausgewogeneren Salz- und Fettgehalt als die Konkurrenz.
- Das Mittelfeld: Crunchips, Chio Red Paprika und Pom-Bären schneiden ebenfalls mit „gut“ ab.
- Der Verlierer: Pringles Classic Paprika fielen mit „mangelhaft“ durch. Ausschlaggebend waren hohe Belastungen mit Mineralölbestandteilen (MOSH/MOAH) und Glycidol.
Eigenmarken im Vergleich: Aldi, Lidl, Rewe & Co.
- Aldi Sun Snacks (Paprika Style): Liefern ein starkes Gesamtpaket aus der Note „gut“ und einem Spitzenpreis von ca. 0,50 € pro 100 g.
- Stapelchips: Produkte wie Edeka Gut & Günstig oder Rewe Ja! (je ca. 0,74 €/100 g) bieten vergleichbare Qualität zu Markenprodukten, kosten aber deutlich weniger.
Wie unterscheiden sich Chips in Qualität und Preis-Leistung?
Sie wollen nicht nur Genuss, sondern auch Wert fürs Geld – hier zählt der Preis pro 100 g und Testurteile als Maßstab.
| Produkt | Preis (ca. pro 100g) | Status / Bewertung |
| Aldi Sun Snacks | 0,50 € | Preissieger |
| Rewe Ja! / Edeka G&G | 0,74 € | Günstige Stapelchips |
| Crunchips | 1,02 € | Gute Markenware |
| Chio Red Paprika | 1,14 € | Gute Markenware |
| Dennree (Bio) | 1,59 € | Bester Bio-Chip |
| Krosse Kerle | 1,73 € | Qualitätssieger |
Testergebnisse von Stiftung Warentest und Öko‑Test
Stiftung Warentest prüfte 25 Sorten (16 Kartoffelchips, 5 Stapelchips, 4 Kartoffelsnacks). Mehrere Produkte schnitten mit ‚gut‘ ab, fünf fielen wegen erhöhter Schadstoffbelastung durch.
Öko‑Test meldet: Bio heißt nicht automatisch besser – das Bio‑Produkt Dennree Kartoffelchips Paprika holt das „sehr gut“ dank niedriger Schadstoffwerte und etwa 1,59 €/100 g. Günstige „gut“-Noten finden sich bei Clarkys (Netto) oder K‑Classic (Kaufland) um 0,60 €/100 g.
Welche Sorten und Varianten gibt es im Supermarkt?
Das Regal ist voller Optionen – klassische Chips, Stapelchips, Gemüse- oder Hülsenfrucht‑Alternativen.
Klassische Kartoffelchips vs. Stapelchips
Kartoffelchips bieten oft intensiven Geschmack und Sensorik – etwa Krosse Kerle oder Crunchips. Stapelchips punkten mit gleichmäßiger Stückform, sitzen im Test aber oft nur im Mittelfeld, etwa Edeka Gut & Günstig oder Rewe Ja! ziehen aber geschmacklich noch „gut“.
Gemüse-, Linsen‑ und Protein‑Chips als Alternativen
Stiftung Warentest testete Linsen‑ und Kichererbsen‑Chips (Funny‑Frisch, Lorenz, Eat Real, Eigenmarken). Noten reichten von „gut“ bis „ausreichend“, je nach Sorte, Geschmack und Nährwertprofil.
Gesundheit & Inhaltsstoffe: Worauf achten?
Gesundes Knabbern gibt es kaum, aber Unterschiede in der Belastung.
Bio, vegan und glutenfrei
- Bio-Falle: Bio-Chips schnitten in Tests teils schlechter ab als konventionelle Ware (höhere Acrylamid-Werte). Ausnahme: Dennree.
- Alternativen: Linsen-Chips bieten oft mehr Ballaststoffe, sind aber geschmacklich gewöhnungsbedürftig.
Die Schadstoff-Checkliste Labore untersuchen Chips auf unsichtbare Gefahren. Achten Sie auf Berichte zu:
- Glycidol: Ein Fettschadstoff, der oft in Stapelchips gefunden wird.
- Acrylamid: Entsteht beim zu heißen Frittieren (Krebsverdacht).
- MOSH/MOAH: Mineralölrückstände aus Verpackungen oder Maschinenöl.
Wie erkennen Verbraucher Qualität im Supermarktregal?
Wenn die Testtour zu Hause ins Regal verlagert wird, helfen Labels, Inhalt und Wortwahl.
Angaben auf der Verpackung: Herkunft, Zutaten, Kennzeichnung
Herkunftsangaben und Zutatenliste helfen: Chips sind aus Kartoffeln, Stapel‑ („Stapelerzeugnisse“) aus Teig. Preis/Gramm im Laden umrechnen lohnt sich – so entlarven Sie Scheinrabatte.
Marketingbegriffe wie „natürlich“ oder „ohne Zusatzstoffe“ richtig einordnen
„Natürliches Aroma“ kann reguliert künstlich sein – der Begriff ist rechtlich eingeschränkt, aber keine Garantie für Reinheit.
„Ohne Zusatzstoffe“ kann irreführend sein. Chips enthalten oft Salz, Gewürze oder Öle – genaues Lesen der Zutaten mindert Risiken.
Verwendete Quellen
- Stiftung Warentest – Kartoffelchips im Test (Paprika-Chips, Stapelchips, Kartoffelsnacks)
- ÖKO-TEST – Schadstoffe in Chips (Paprika-Chips, Bio- und Markenprodukte)
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Acrylamid, Mineralölbestandteile, Glykoalkaloide
- Verbraucherzentrale Bundesverband – Bewertung von Zutaten, Salz- und Fettgehalt
- Herstellerangaben zu Zutaten und Nährwerten (Funny-Frisch, Lorenz, Pringles, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland)
Transparenzhinweis
Dieser Text basiert auf öffentlich zugänglichen Testergebnissen. Es bestehen keine Partnerschaften mit Marken.
