Beste Chips im Supermarkt: Testsieger, Pringles-Debakel & Aldi-Schnäppchen

29. Dezember 2025

Von: Moritz Serif

Bei Chips ist die Auswahl sehr groß im Supermarkt
Bei Chips ist die Auswahl sehr groß im Supermarkt (Symbolfoto/Nano Banana Pro).

Sie stehen vor dem Regal und suchen die besten Chips? Die Auswahl ist riesig, doch Qualität und Preis variieren stark. Testergebnisse von Stiftung Warentest und Öko-Test zeigen: Teure Marken sind oft belastet, während Discounter-Ware geschmacklich und preislich überzeugt.

Das Wichtigste in Kürze (Überblick)

KategorieProdukt & PreisUrteil & Grund
TestsiegerKrosse Kerle (ca. 1,73 €/100g)Note 1,8: Bester Geschmack, knusprig, ausgewogene Fettwerte.
PreistippAldi Sun Snacks (ca. 0,50 €/100g)Note „gut“: Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis.
VerliererPringles Paprika (teuer)„Mangelhaft“: Hohe Belastung mit Mineralöl & Glycidol.
Bio-TippDennree (ca. 1,59 €/100g)„Sehr gut“: Einziges Bio-Produkt mit top Schadstoffbilanz.

Welche Chips schmecken im Test am besten?

Der Blick auf den Testergerfolg zeigt, welche Chips Geschmack und Qualität vereinen.

Beliebte Markenchips: Von Funny‑Frisch bis Pringles

  • Krosse Kerle Tomate & Paprika: Sichern sich den Testsieg (Note 1,8). Sie sind aromatisch, knusprig und haben einen ausgewogeneren Salz- und Fettgehalt als die Konkurrenz.
  • Das Mittelfeld: Crunchips, Chio Red Paprika und Pom-Bären schneiden ebenfalls mit „gut“ ab.
  • Der Verlierer: Pringles Classic Paprika fielen mit „mangelhaft“ durch. Ausschlaggebend waren hohe Belastungen mit Mineralölbestandteilen (MOSH/MOAH) und Glycidol.

Eigenmarken im Vergleich: Aldi, Lidl, Rewe & Co.

  • Aldi Sun Snacks (Paprika Style): Liefern ein starkes Gesamtpaket aus der Note „gut“ und einem Spitzenpreis von ca. 0,50 € pro 100 g.
  • Stapelchips: Produkte wie Edeka Gut & Günstig oder Rewe Ja! (je ca. 0,74 €/100 g) bieten vergleichbare Qualität zu Markenprodukten, kosten aber deutlich weniger.

Wie unterscheiden sich Chips in Qualität und Preis-Leistung?

Sie wollen nicht nur Genuss, sondern auch Wert fürs Geld – hier zählt der Preis pro 100 g und Testurteile als Maßstab.

ProduktPreis (ca. pro 100g)Status / Bewertung
Aldi Sun Snacks0,50 €Preissieger
Rewe Ja! / Edeka G&G0,74 €Günstige Stapelchips
Crunchips1,02 €Gute Markenware
Chio Red Paprika1,14 €Gute Markenware
Dennree (Bio)1,59 €Bester Bio-Chip
Krosse Kerle1,73 €Qualitätssieger

Testergebnisse von Stiftung Warentest und Öko‑Test

Stiftung Warentest prüfte 25 Sorten (16 Kartoffelchips, 5 Stapelchips, 4 Kartoffelsnacks). Mehrere Produkte schnitten mit ‚gut‘ ab, fünf fielen wegen erhöhter Schadstoffbelastung durch.

Öko‑Test meldet: Bio heißt nicht automatisch besser – das Bio‑Produkt Dennree Kartoffelchips Paprika holt das „sehr gut“ dank niedriger Schadstoffwerte und etwa 1,59 €/100 g. Günstige „gut“-Noten finden sich bei Clarkys (Netto) oder K‑Classic (Kaufland) um 0,60 €/100 g.

Welche Sorten und Varianten gibt es im Supermarkt?

Das Regal ist voller Optionen – klassische Chips, Stapelchips, Gemüse- oder Hülsenfrucht‑Alternativen.

Klassische Kartoffelchips vs. Stapelchips

Kartoffelchips bieten oft intensiven Geschmack und Sensorik – etwa Krosse Kerle oder Crunchips. Stapelchips punkten mit gleichmäßiger Stückform, sitzen im Test aber oft nur im Mittelfeld, etwa Edeka Gut & Günstig oder Rewe Ja! ziehen aber geschmacklich noch „gut“.

Gemüse-, Linsen‑ und Protein‑Chips als Alternativen

Stiftung  Warentest testete Linsen‑ und Kichererbsen‑Chips (Funny‑Frisch, Lorenz, Eat Real, Eigenmarken). Noten reichten von „gut“ bis „ausreichend“, je nach Sorte, Geschmack und Nährwertprofil.

Gesundheit & Inhaltsstoffe: Worauf achten?

Gesundes Knabbern gibt es kaum, aber Unterschiede in der Belastung.

Bio, vegan und glutenfrei

  • Bio-Falle: Bio-Chips schnitten in Tests teils schlechter ab als konventionelle Ware (höhere Acrylamid-Werte). Ausnahme: Dennree.
  • Alternativen: Linsen-Chips bieten oft mehr Ballaststoffe, sind aber geschmacklich gewöhnungsbedürftig.

Die Schadstoff-Checkliste Labore untersuchen Chips auf unsichtbare Gefahren. Achten Sie auf Berichte zu:

  • Glycidol: Ein Fettschadstoff, der oft in Stapelchips gefunden wird.
  • Acrylamid: Entsteht beim zu heißen Frittieren (Krebsverdacht).
  • MOSH/MOAH: Mineralölrückstände aus Verpackungen oder Maschinenöl.

Wie erkennen Verbraucher Qualität im Supermarktregal?

Wenn die Testtour zu Hause ins Regal verlagert wird, helfen Labels, Inhalt und Wortwahl.

Angaben auf der Verpackung: Herkunft, Zutaten, Kennzeichnung

Herkunftsangaben und Zutatenliste helfen: Chips sind aus Kartoffeln, Stapel‑ („Stapelerzeugnisse“) aus Teig. Preis/Gramm im Laden umrechnen lohnt sich – so entlarven Sie Scheinrabatte.

Marketingbegriffe wie „natürlich“ oder „ohne Zusatzstoffe“ richtig einordnen

„Natürliches Aroma“ kann reguliert künstlich sein – der Begriff ist rechtlich eingeschränkt, aber keine Garantie für Reinheit.

„Ohne Zusatzstoffe“ kann irreführend sein. Chips enthalten oft Salz, Gewürze oder Öle – genaues Lesen der Zutaten mindert Risiken.

Verwendete Quellen

  • Stiftung Warentest – Kartoffelchips im Test (Paprika-Chips, Stapelchips, Kartoffelsnacks)
  • ÖKO-TEST – Schadstoffe in Chips (Paprika-Chips, Bio- und Markenprodukte)
  • Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Acrylamid, Mineralölbestandteile, Glykoalkaloide
  • Verbraucherzentrale Bundesverband – Bewertung von Zutaten, Salz- und Fettgehalt
  • Herstellerangaben zu Zutaten und Nährwerten (Funny-Frisch, Lorenz, Pringles, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Kaufland)

Transparenzhinweis

Dieser Text basiert auf öffentlich zugänglichen Testergebnissen. Es bestehen keine Partnerschaften mit Marken.