Häufiger als Milch und Brot: Das war 2025 das meistgekaufte Supermarkt-Produkt

23. Februar 2026

Von: Dirk Veit

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Gefüllter Einkaufswagen im Supermarkt (Symbolfoto/KI-generiert).

Sie sitzen am Küchentisch, der Kühlschrank ist leer, das Wochenende steht vor der Tür. Der Einkaufszettel wächst, und Produkte wie Milch, Butter oder Eier landen schnell darauf. Doch was steht auf den digitalen Einkaufslisten anderer Menschen in Deutschland?

Genau das hat das Team von kaufDA in einer neuen Erhebung untersucht. Auf Grundlage von Millionen Listeneinträgen aus mehr als 6.000 Orten zeigt die neue Auswertung, was Deutschland wirklich kauft – und wie stark Angebot, Jahreszeit und Region das Einkaufsverhalten prägen.

Welche Produkte wurden im Supermarkt am häufigsten gekauft?

Energy Drinks stehen an der Spitze. Laut kaufDA machen die Wachmacher über sieben Prozent aller Listeneinträge unter den Top 50 aus und liegen damit knapp vor Coca-Cola. Der Vorsprung von fast zwei Prozentpunkten markiert einen klaren Trend: Die koffeinhaltigen Drinks haben ihren festen Platz im Alltag gefunden.

Dicht dahinter folgt Butter, auf Platz vier findet sich Avocado. Das ehemals exotische Obst hat sich zum beliebtesten Frischeprodukt entwickelt – vor Bananen und Äpfeln. Auch TK-Pizzen und Chips rangieren weit vorn, während Wasser und Bier erst auf den hinteren Plätzen auftauchen. Viele Nutzer notieren offenbar nur Produkte, die gezielt im Angebot sind.

Die 20 meistgekauften Produkte im Supermarkt 2025 im Überblick:

PlatzierungProduktAnteil (Top 50)
1Energy Drink7,1%
2Coca-Cola6,3%
3Butter4,6%
4Avocado3,7%
5Chips3,5%
6TK-Pizza3,4%
7Paprika3,4%
8Nutella3,1%
9Bananen3,0%
10Schokolade2,9%
11Heidelbeeren2,8%
12Kiwi2,8%
13Gurken2,8%
14Pasta2,7%
15Haltbare Milch2,5%
16Mango2,2%
17Joghurt mit der Ecke2,0%
18Fruchtgummi2,0%
18Müllermilch2,0%
20Weichspüler1,8%

Wie stark beeinflusst die Jahreszeit unseren Einkauf?

Ein eigens entwickelter Saisonindex zeigt deutliche Unterschiede. Im Sommer dominieren bei den meist gekauften Produkten im Supermarkt Wassermelonen, Kirschen und Nektarinen. Vier von fünf Einträgen dieser Früchte stammen aus den Monaten Juni bis August.

Im Herbst und Winter dagegen tauchen Kaki, Mandarinen und Granatäpfel auf. Bei Gemüse liegen Rosenkohl und Karotten vorne. Selbst Nutella zeigt mit einem Indexwert von 64,9 eine klare Winter-Tendenz – vermutlich durch das Weihnachtsgebäck und gemütliche Adventstage beeinflusst.

Feuerwerk, Noisette-Pralinen und Bier erreichen ihre Höchstwerte. Produkte wie Cola oder Kiwi hingegen werden über das Jahr hinweg gleichmäßig notiert.

Wie unterschiedlich kauft Deutschland in den Regionen?

Zwischen Ost und West zeigen sich feine, aber deutliche Unterschiede. In den neuen Bundesländern führt der Energy Drink die Rangliste an, im Westen bleibt Cola die Nummer eins. Butter landet überall auf Platz drei, Schokolade und Bananen folgen dicht darauf.

Der Osten liebt Gurken – in Dessau, Berlin und Dresden gehören sie zu den Top-Produkten. Im Westen zählt dagegen Weichspüler zu den Favoriten. In Köln und Ludwigshafen schafft er es sogar in die Top 6. Duftende Wäsche steht hier offenbar hoch im Kurs.

Schleswig-Holstein ist das Bundesland, in dem Süßigkeiten unter den Top 5 erscheinen. Lakritze und Fruchtgummis belegen dort Spitzenplätze. In Hamburg, München und Frankfurt zeigen sich urbane Trends: Avocados schaffen den Sprung in die Top 5. Berlin dagegen bleibt bodenständig – Cola, Butter und Gurken sind häufiger notiert als Hafermilch.

Und im Ruhrgebiet? Dortmund sticht mit Bier auf Platz 3 hervor, Duisburg setzt auf Nutella und Chips, und überall ist Weichspüler ein Muss. Das regionale Profil bleibt trotz ähnlicher Grundmuster erstaunlich vielfältig.

Welche Produkt-Duelle bestimmen die Listen?

Auch im direkten Vergleich der meist gekauften Produkte im Supermarkt zeigen sich klare Sieger. Die Avocado überholt Banane und Mango. Schokolade gewinnt das Süßigkeiten-Duell gegen Fruchtgummi. Selbst im Limonadenvergleich schlägt Spezi den transatlantischen Konkurrenten Pepsi – ein Hinweis auf die Renaissance deutscher Marken.

Wie wurden die Daten erhoben?

Die Analyse basiert auf anonymisierten Daten aus der kaufDA-App. Untersucht wurden digitale Einkaufslisten und Prospekte von Super- und Biomärkten, Discountern sowie Getränkemärkten im Zeitraum Mai bis Dezember 2025. Eingeflossen sind rund eine Million Einträge aus über 6.500 Orten in allen Bundesländern.

Verwendete Quellen

kaufDA Insights, „Deutschlands Einkaufszettel“

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