Rindfleisch & Geflügel immer teurer – Kartoffelpreise in freiem Fall

17. November 2025

Von: Moritz Serif

Eine Metzgerei in Deutschland
Rindfleisch verteuert sich deutlich (Symbolfoto/Krea AI/Google Imagen 4 Ultra/KI-generiert).

Während pflanzliche Produkte günstiger werden, steigen die Preise für tierische Erzeugnisse weiter an. Das zeigen neue Daten des Statistischen Bundesamts (Destatis) zu den Erzeugerpreisen im September 2025.

Wie entwickeln sich die Erzeugerpreise insgesamt?

Im Jahresvergleich lagen die Erzeugerpreise 2,2 Prozent über dem Wert von September 2024. Zum Vormonat August 2025 gingen sie jedoch um 1,5 Prozent zurück. Bereits im Juli 2025 hatte Destatis einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent gemeldet.

Der grundlegende Trend bleibt bestehen:

  • Pflanzenprodukte: –10,5 Prozent
  • Tierische Erzeugnisse: +9,9 Prozent

Warum fallen die Preise für pflanzliche Produkte?

Kartoffeln: stärkster Rückgang

Speisekartoffeln wurden deutlich günstiger. Im September 2025 lagen sie:

  • – 44 Prozent unter dem Vorjahreswert
  • – 27,7 Prozent unter dem August 2025

Bereits in den Monaten zuvor waren Rückgänge von mehr als 50 Prozent gemeldet worden.

Gemüse: viele Sorten günstiger

Innerhalb eines Jahres verbilligten sich Gemüse insgesamt um 4,8 Prozent. Einzelne Sorten entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich:

  • Gurken: –28,7 Prozent
  • Eissalat: –7,8 Prozent
  • Kohl: –7,1 Prozent
  • Champignons : +8,8 Prozent

Obst wird erstmals seit 2023 günstiger

Destatis meldet bei Obst einen Rückgang um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Es ist der erste Preisrückgang seit April 2023.

  • Erdbeeren: –11,0 Prozent
  • Tafeläpfel: +5,7 Prozent

Weitere Entwicklungen bei anderen pflanzlichen Erzeugnissen:

  • Getreide: –11,5 Prozent
  • Handelsgewächse: –12,3 Prozent
  • Raps: +1,5 Prozent
  • Futterpflanzen: –9,3 Prozent
  • Wein: +2,1 Prozent

Welche tierischen Produkte werden teurer?

Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im September 2025 insgesamt 11,5 Prozent über dem Vorjahreswert.

Rinder: größter Preisanstieg

Rinder: +42,1 Prozent

Schweine: gegenteiliger Trend

Schlachtschweine: –4,6 Prozent

Geflügel: deutliche Aufschläge

  • Enten und Puten: +16,3 Prozent
  • Hähnchen: +7,6 Prozent
  • Geflügel gesamt: +10,9 Prozent

Milch und Eier ziehen an

  • Milch: +8,2 Prozent zum Vorjahr (–1,6 Prozent zum August 2025)
  • Eier: +9,7 Prozent

Was zeigt der Index der Erzeugerpreise?

Der Index bildet die Verkaufspreise landwirtschaftlicher Betriebe ohne Mehrwertsteuer ab.

Die Werte sind saisongewichtet, weshalb sie von einfachen monatlichen Durchschnittswerten abweichen können.

Verwendete Quellen