Wintergemüse im Supermarkt: Diese saisonalen Sorten sind jetzt erhältlich

18. Dezember 2025

Von: Moritz Serif

Wintergemüse aus dem Supermarkt
Wintergemüse aus dem Supermarkt (Symbolfoto/Flux 2 Pro).

Wer im Winter frisch und regional einkaufen möchte, steht oft vor der Herausforderung, zwischen heimischem Wintergemüse und Importware zu unterscheiden. Welche Sorten sind gerade in Saison?

Welches Gemüse hat im Winter Saison?

Von Dezember bis Februar zählen Grünkohl und Rosenkohl vielerorts zu den frisch geernteten Wintergemüsen; Wirsing ist je nach Region frisch oder aus Lagerhaltung erhältlich.

Pastinaken und Co.

Ebenfalls Saison haben Pastinaken, Schwarzwurzeln, Topinambur, Lauch, Rotkohl und Weißkohl. Auch Feldsalat ist ein klassisches Wintergrün aus deutschem Anbau.

Kürbis und Rote Bete

Darüber hinaus stammen Kürbis, Rote Bete, Sellerie und Möhren aus der Lagerung. Diese werden im Herbst geerntet und kühl eingelagert, damit sie über den Winter erhältlich bleiben.

Typisch sind Kohlarten, Wurzelgemüse und Lagergemüse – also Sorten, die frosttolerant oder monatelang haltbar sind. Der Saisonkalender zeigt in den Wintermonaten eine kleinere, aber dennoch vielfältige Auswahl für das saisonale Einkaufen.

Unterschied zwischen Lagergemüse und frisch geernteten Sorten

Frisches Wintergemüse wie Grünkohl oder Rosenkohl wächst bis in den Frost hinein. Der Geschmack wird durch die Kälte milder, der Zuckergehalt steigt.

Lagergemüse dagegen wird in speziellen Kühlräumen aufbewahrt. Durch kontrollierte Bedingungen behalten Möhren oder Kürbisse ihre Qualität über Monate. Trotz Lagerung gilt dieses Gemüse als saisonal, wenn es heimischer Herkunft ist.

Bei gut gelagerter Ware bleiben Nährstoffe weitgehend erhalten. Entscheidend ist eine kühle, dunkle Lagerung mit hoher Luftfeuchtigkeit (aber ohne Nässe/Schwitzwasser).

GemüseartAktueller Status & Info
GrünkohlFrisch vom Feld
Hauptsaison, ideal nach Frosttagen.
RosenkohlFrisch vom Feld
Achten Sie auf fest geschlossene Köpfe.
FeldsalatFrisch vom Feld
Sollte knackig und dunkelgrün sein.
LauchFrisch vom Feld
Winterlauch ist dicker als Sommerlauch.
MöhrenLagerware
Ernte im Herbst, monatelang haltbar.
KürbisLagerware
Hokkaido und Butternut lagern kühl sehr gut.
RotkohlLagerware
Kommt im Winter meist aus dem Kühlhaus.
ZucchiniImportware
Keine Saison in D, kommt meist aus Spanien.

Wo das Wintergemüse im Handel herkommt

Deutsche Supermärkte führen im Winter ein breites Sortiment aus heimischem Anbau und Importen. Je nach Region und Händler variiert das Angebot leicht.

Verfügbarkeit bei typischen Händlern wie Edeka, Rewe, Aldi und Lidl

Im Dezember und Januar finden Sie in allen großen Supermarktketten Kohlarten, Rote Bete, Möhren und Porree. Auch Sellerie und Feldsalat gehören zum Standardangebot.

Viele Märkte beziehen Wintergemüse direkt von regionalen Landwirten oder Großhändlern. Das sorgt für kurze Lieferwege und bessere Frische.

Im konventionellen Sortiment stammen Exoten wie Aubergine, Zucchini oder Paprika meist aus Südeuropa oder Nordafrika. Wer regional kaufen möchte, sollte diese im Winter meiden.

Regionale Unterschiede und Auswahl im Handel

Das Angebot hängt stark von der Anbauregion ab. In Norddeutschland etwa ist Grünkohl besonders verbreitet, im Süden eher Wirsing oder Schwarzwurzel.

Supermärkte in Ballungsräumen bieten oft eine größere Auswahl an biologisch erzeugtem Wintergemüse als Filialen im ländlichen Raum. Auch lokale Wochenmärkte können eine gute Ergänzung sein.

Die Auswahl bleibt jedoch saisonabhängig – bei Frost oder nach langen Transportproblemen kann das Sortiment kurzfristig kleiner ausfallen.

Woran erkenne ich saisonales und regionales Wintergemüse im Supermarkt?

Die wichtigste Orientierung geben Herkunftskennzeichen. Das Ursprungsland muss bei frischem Obst und Gemüse auf der Verpackung oder gut sichtbar am Regal/der Auslage (Schild/Display) angegeben sein.

Produkte aus Deutschland sind oft zusätzlich mit Regionalschildern, Landkarten oder kurzen Transportangaben versehen. Viele Händler setzen auf Etiketten mit Begriffen wie „aus der Region“ oder „von hier“.

Kennzeichnung von Herkunft und Saison im Laden

Edeka und Rewe nutzen häufig eigene Siegel, um regionale Ware zu markieren. Bei Discountern sind Herkunftsangaben meist kleiner, aber ebenfalls verpflichtend.

Wer gezielt nach Saisonware sucht, kann sich am Saisonkalender orientieren, den viele Verbraucherzentralen online bereitstellen. Dort sind die Monate für frische Ernte klar aufgeführt.

Ob lose oder verpackt sagt wenig aus – verlässlich ist nur die Herkunftsangabe am Schild/Etikett

Tipps für den nachhaltigen Einkauf im Winter

Kaufen Sie bevorzugt heimisches Lagergemüse und frisch geerntete Winterarten. So vermeiden Sie lange Transportwege und unnötige Energie bei der Kühlung.

Auch der Einkauf auf Wochenmärkten unterstützt lokale Betriebe. Das verkleinert den ökologischen Fußabdruck und stärkt die regionale Landwirtschaft.

Wer im Winter auf importierte Ware verzichtet, reduziert den CO₂-Ausstoß und erhält meist aromatischere, nährstoffreichere Produkte.

Gibt es Unterschiede zwischen Bio- und konventionellem Wintergemüse?

Bio-Wintergemüse wächst ohne synthetische Pflanzenschutzmittel; mineralische Stickstoffdünger sind im Ökolandbau nicht zulässig. Dadurch schont es Boden und Grundwasser.

Konventionelles Wintergemüse

Konventionelles Gemüse kann höhere Erträge liefern, steht aber häufiger unter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Die Rückstandswerte bleiben dennoch reguliert und werden regelmäßig überprüft.

Bio-Gemüse

Geschmacklich berichten viele Verbraucher bei Bio-Ware von intensiveren Aromen, vor allem bei Lagergemüse. Nährstoffunterschiede sind gering, hängen aber von Sorte und Anbaubedingungen ab.

Bio-Gemüse aus Deutschland hat zudem oft kürzere Lieferketten, da es bevorzugt über regionale Partner vertrieben wird. Das stärkt ebenfalls die Nachhaltigkeit.

Verwendete Quellen

  • Bundeszentrum für Ernährung (BZfE): Saisonkalender Gemüse
  • Verbraucherzentrale Bundesverband: Informationen zu Herkunftskennzeichnung
  • Umweltbundesamt: CO₂-Bilanz von Lebensmitteln
  • Landwirtschaftskammern der Bundesländer
  • Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW): Anbau und Marktstruktur