Nach Leylaland: Penny macht Hamburger Filiale zum Club

21. September 2026

Von: Dirk Veit

PENNY PÜNTI (Copyright: PENNY)
PENNY PÜNTI (Copyright: PENNY)

Erst Glamour in Frankfurt, jetzt Beats in Hamburg. Penny hat seinen zweiten Influencer-Markt eröffnet.

Pate ist diesmal kein Reality-Star, sondern DJ David Puentez. Sein Spitzname gibt dem Markt den Namen: „PENNY Pünti“.

Wo steht der neue Club-Markt?

Die Filiale liegt in der Bürgerweide 64-66 in Hamburg-Borgfelde. Eröffnet hat sie am 15. September 2026.

Ganz neu ist der Standort nicht. Laut Penny gibt es den Markt dort bereits seit 1992, er wurde für das Konzept umgestaltet.

Die Eckdaten: rund 600 Quadratmeter, etwa 3.500 Artikel, 15 Beschäftigte unter Marktleiter Mustafa Fazli. Geöffnet ist montags bis samstags von 7 bis 22 Uhr.

Wie sieht der Penny-Club von innen aus?

Von außen fällt zuerst die Industrie-Fassade mit großflächigen Graffitis auf. Puentez hat die Motive laut Penny selbst kuratiert.

Drinnen: LED-Licht, große Lautsprecher, Club-Atmosphäre. Das frühere Büro des Marktleiters ist jetzt eine DJ-Booth mit Blick auf die Obst- und Gemüseabteilung.

Dazu kommen eine mobile Espressobar und eine kleine Tanzfläche im Kassenbereich. Die Espressobar nennt Penny ein Herzensprojekt des kaffeebegeisterten DJs.

Laut Supermarkt Inside steht im Markt außerdem eine Mini-Version des Penny-DJ-Towers vom Festival Parookaville.

Wird Einkaufen im Club-Markt teurer?

Nein. Sortiment und Preise entsprechen laut Kaufda und LZ direkt denen einer normalen Penny-Filiale.

Wer in Borgfelde einkauft, bekommt also Discounter-Preise mit Club-Kulisse. Lieferungen sind zusätzlich über den Dienst Bringoo möglich.

Warum ausgerechnet David Puentez?

Penny und Puentez kennen sich vom Festival Parookaville. Die Verbindung reicht laut Supermarkt Inside bis ins Jahr 2015 zurück.

„Ich kenne PENNY seit vielen Jahren vom Parookaville und weiß: Die können Party“, sagt Puentez. Entstanden sei ein Ort, „der alles verbindet, was ich liebe: Musik, Kaffee und gute Energie.“

Penny-Marketingchef Jan Flemming spricht von einem „weiteren besonderen Markenerlebnis“ nach dem erfolgreichen Start von Leylaland.

Was war noch mal Leylaland?

Der erste Influencer-Markt öffnete am 30. Juli 2026 in Frankfurt-Praunheim. Gestaltet hat ihn Reality-Star Leyla Heiter, bekannt aus dem Dschungelcamp und Promi Big Brother.

Dort geht es opulent zu: goldene Palmen, Kronleuchter und eine lebensgroße goldene Statue von Heiter selbst. Zur Eröffnung kamen laut LZ direkt rund 300 Besucher, trotz 36 Grad Hitze.

Goldene Palmen bedeuten dabei keine goldenen Preise, wie supermarkt-nachrichten.de bereits zum Start berichtete: Penny stellt Influencerin als Goldstatue zwischen die Regale.

Schon damals schloss Penny weitere Influencer-Märkte nicht aus. Sieben Wochen später ist der nächste da.

Machen andere Händler das auch?

Nicht in dieser Form. Die Konkurrenz setzt beim Influencer-Marketing eher auf Produkte als auf Filialen.

Lidl machte aus einem Aprilscherz um ein Döner-Croissant eine ganze Kampagne. Kaufland nutzt eine Food-Influencerin als Trend-Scout für neue Produkte.

Penny geht einen anderen Weg: Der Laden selbst wird zur Bühne.

Meinung: Was bringen Penny die Themenmärkte wirklich?

Zwei Themenmärkte in sieben Wochen: Penny meint es ernst mit dem Konzept. Und es ist clever, denn ein Umbau mit Promi-Pate bringt Schlagzeilen, Fotos und Social-Media-Reichweite, die kein Handzettel erreicht.

Für Kunden ist das Risiko gleich null. Die Preise bleiben, das Sortiment auch, nur die Kulisse ändert sich.

Spannend wird die Frage, wie lange der Effekt hält. Beim ersten Mal ist ein Influencer-Markt eine Nachricht, beim vierten Mal vielleicht nur noch ein bunter Supermarkt.

Entscheidend ist deshalb die Wahl der Paten. Puentez passt zur Festival-Geschichte von Penny und wirkt damit glaubwürdiger als ein beliebiger Promi mit vielen Followern.

Verwendete Quellen

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